IMMATERIELLES KULTURERBE

Die Wiesenbewässerung in den Queichwiesen zwischen Landau und Germersheim wurde im  Dezember 2018 von der Deutschen UNESCO-Kommission in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Gegenstand des Kulturerbe-Titels sind nicht die Queichwiesen selbst oder technische Bauwerke, sondern die landwirtschaftliche Kulturtechnik, die auf einem über Jahrhunderte von Generation zu Generation weitergegebenen Wissen beruht. Nur durch die Anwendung und Weitergabe dieser Praxis kann dieses Kulturerbe weiter Bestand haben.
Die Wiesenbewässerung prägt die Landschaft und ist Voraussetzung für die besondere Flora und Fauna der Queichwiesen.

Die Queichwiesen sind Bestandteil eines europaweiten Netzwerkes, dessen Gruppierungen sich zum Ziel gesetzt haben, die Wiesenbewässerung in ihrer Region zu erhalten und – wo möglich – zu reaktivieren und als Immaterielles Kulturerbe anerkennen zu lassen. Bisher wurden die folgenden Gebiete auf die jeweilige nationale Liste aufgenommen:

Belgien, Juni 2019: Wiesenbewässerung in Lommel (Grote Watering) in Flandern.

Deutschland, Dezember 2018: Wiesenbewässerung in den Queichwiesen zwischen Landau und Germersheim.

Österreich, Oktober 2018: Rieselbewässerung im Tiroler Oberland.

Weitere Gebiete in anderen Ländern werden hoffentlich noch folgen. Angestrebt wird eine gemeinsame Nominierung für die Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO.